Moto GP – Die Saison 2017 geht in ihr FinaleVom 10. bis 12. November findet in Valencia, Spanien auf dem Circuit Ricardo Tormo das Finale der Moto GP Saison 2017 statt. Es ist das letzte Rennwochenende einer kräfteraubenden Weltmeisterschaft mit insgesamt 18 Rennen. Einen Österreicher sucht man im Teilnehmerfeld vergeblich. Allerdings durfte Maximilian Kofler in dieser Saison beim Grand Prix in Österreich dank einer Wildcard in der Moto3 Klasse an den Start gehen und konnte sein großes Potential andeuten.

Ausgangslage zum Saisonfinale – Wer kommt für den Titel in Frage?

Am vorletzten Rennwochenende der Moto GP in Sepang, Malaysia verpasste Marc Marquez die vorzeitige Titelverteidigung. Seit 2013 fährt der Spanier nun bereits in der Königsklasse des internationalen Motorrad-Rennsports mit und hat seitdem jedes Jahr den Titel gewonnen. 2013, 2014 und 2016 mit einer Honda und 2015 auf einer Yamaha. Dieses Jahr fährt das Jahrhunderttalent wieder mit einer Honda und geht in Valencia als Topfavorit auf die Meisterschaft ins Rennen.

Marquez hat 282 Punkte auf dem Konto, 21 mehr als sein ärgster Widersacher Andrea Dovizioso aus Italien, der auf einer Ducati unterwegs ist. Dass es überhaupt noch einmal spannend wird, liegt am Sieg von Dovizioso in Malaysia und dem gleichzeitigen vierten Platz von Marquez. So konnte der Abstand auf unter 25 Punkte, die es für einen Sieg im Rennen gibt, verringert werden. Allerdings zweifeln die wenigsten an einem erneuten Titelgewinn für den rasenden Spanier. MotoGP Finale 2017 - Lacht Marc Marquez auch huer wieder ?

Wer die Sensation in der WM für möglich hält, der sollte einen Blick auf die Quoten bei Mr Green riskieren und sein Glück versuchen. Es wird in jedem Fall heiß hergehen, schließlich gibt es neben einer Weltmeisterschaft auch einen prestigeträchtigen Grand Prix zu gewinnen. Um noch eine theoretische Chance auf den Titel zu haben muss Dovizioso in jedem Fall das Rennen gewinnen, während Marquez höchstens den 13. Platz belegen darf.

Moto2 und Moto3 Meisterschaften sind bereits entschieden

Weniger spannend wird es bei den beiden kleineren Klassen zugehen. Sowohl in der Moto2 als auch in der Moto3 geht es in Valencia „nur“ noch um den Grand Prix Erfolg. Die beiden Meisterschaften sind bereits vergeben.

In der Moto3 wird Joan Mir zum Meister gekrönt werden. Der junge Spanier dominierte die Rennserie in diesem Jahr nach Belieben. Nach einem Wildcard Start im Jahr 2015 und einem guten fünften Platz in seiner Rookie Saison 2016, gewann er bereits 10 Rennen in dieser Saison und führt mit gewaltigem Vorsprung auf Romano Fenati (Italien) und Aron Canet (Spanien). Alle drei Fahrer sitzen auf einer Honda.

In der Moto2 darf sich der Italiener Franco Morbidelli in seiner fünften Saison die Krone aufsetzen. In jedem Jahr verbesserte er sich im Ranking. Nach einem vierten Platz in der letzten Saison reicht es 2017 für ganz oben. Hinter ihm folgt mit etwas Abstand der Schweizer Thomas Luthi. Der Dauerbrenner der Moto2 hat wieder einmal den Titel knapp verpasst. Es ist bereits das siebte Mal dass sich Luthi am Ende der Saison unter den Top 5 wiederfindet und nach 2016 das zweite Mal das er links auf dem Stockerl zu sehen sein wird.

Dem Motorrad-Rennsport in Österreich fehlt es an Strukturen

Wann wir einen Fahrer aus Österreich regelmäßig in einem Moto GP Rennen bejubeln dürfen bleibt abzuwarten. Wir sind bereits kurz auf unsere Nachwuchshoffnung Maximilian Kofler eingegangen, der beim Österreichischen Grand Prix auf dem Spielberg Red Bull Ring in der Moto3 Klasse an den Start ging. Er schlug sich dabei sehr beachtlich und erfüllte sein selbst auferlegtes Ziel.

Er wollte den zweiten Wildcard Fahrer, Gabriel Martinez-Albrego, hinter sich lassen. Dies gelang ihm sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Er belegte den 23. Platz und sah im Gegensatz zu vielen etablierten Fahrern die Zielflagge. Kofler hat Hoffnungen auf eine rosige Zukunft geweckt. Allerdings wird es nicht einfach werden für den talentierten Jungspund.

Im Interview mit Laola TV fand Maximilians Vater deutliche Worte zum Österreichischen Sportverband, von dem er sich im Stich gelassen fühlt. Die Familie muss alle Ausgaben selber tragen, erhält keinerlei Sportförderung und hat aufgrund der geringen Berichterstattung in den Medien kaum eine Möglichkeit Sponsoren an Land zu ziehen. Dementsprechend schwierig gestaltet es sich gegen die übermächtige Konkurrenz zu bestehen. Besonders in Spanien und Italien kommt dem Motorrad-Rennsport eine große Bedeutung zu.

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