Wie kam der schnelle Ex-Profi  Fritz "K" eigentlich zum Profi-Rennsport?Wie kam der schnelle Ex-Profi  Fritz "K" eigentlich zum Profi-Rennsport? Der Kampf um den "Titel" des P9-Siegerkönigs-2017 ist im vollen Gange. Auch Fritz "K" steht dazu mit im Ring.

Neben dem Titelkampf ist es in allen Serien der Titel eines "Siegerkönigs" unter Kennern besonders interessant. Der Kampf um Punkte in einer Serie ist eine Sache. Der Kampf um Siege in einer Serie ist meist Sache der PS-starken Boliden. Kehrt Fritz "K" - der 2016er-Champion der P9 Challenge - wieder zurück ?Kehrt Fritz "K" - der 2016er-Champion der P9 Challenge - wieder zurück ?
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


"Der Fritz, das ist ein gebürtiger Österreicher", so ein alter Racer in einem Gespräch vor einiger Zeit mir gegenüber am Red Bull Ring. Dieser Freund, ein für gewöhnlich gut informierter, sehr netter Bursche, irrte leider. Der Fritz wurde in Deutschland geboren. Und genau dort lebt er auch heute noch.

Red Bull hatte am Österreichring noch nicht das Ruder in der Hand als der junge Deutsche Nachwuchsrennfahrer Fritz “K” dort erstmals einen Britischen Formel-Ford-Rennwagen von PRS bestieg, um die lange ersehnte Rennluft so richtig zu schnuppern. “Ich hatte mir zuvor ein paar Groschen gespart um beim Walter Lechner in dessen Walter Lechner Racing School einige erste Rennrunden zu drehen”, so Fritz “K” heute nachdenklich. Ja, und dort am heutigen Red Bull-Ring hat’s dann wohl gefunkt beim schnellen Junior aus dem grenznahen Burghausen. Das ist nur gerade mal einen Steinwurf von der Grenze zum Nachbarn Österreich entfernt.

In den Jahren 1987 bis 1989 bestritt Fritz  “K” im Rennteam des Österreichers Walter Lechner die Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft. Zu der Zeit ein Muss für den Nachwuchs. Man war in bester Gesellschaft. Leute wie Stefan Bellof (Giessen), Heinz Harald Frentzen (Mönchengladbach) oder Michael Schumacher (Kerpen) bestritten zu der Zeit den gleichen Weg in Richtung Profilager.

Das nächste  Highlight für Mr. “K” wurde das größte Nachwuchrennen jener Jahre, das Formel-Ford-Festival im Britischen Brands Hatch im Osten von London gelegen. Und dort passierte etwas Besonderes. Ein Journalist der bekannten Schweizer Zeitschrift Motor Sport aktuell verschrieb sich beim Namen des jungen Fahrers aus Bayer bei seinen Notizen.

So wurde kurzerhand der neue Namen Fritz “K” in die Welt gesetzt. Eine Kreation die Fritz auf Anhieb gefiel. Aus Fritz, dem schnellen Burghausener wurde in England Fritz “K”. Und diese Kreation wurde danach Programm. Der Aufstieg von Fritz “K” gestaltete sich danach  sensationell. Der Bursche wurde sozusagen zum Senkrechtstart.

1990 ging es aus der Formel-Ford zu AMG ins Schwäbische Affalterbach. Mit Diebels-Werbung wurde der Bayer zum, wenn man so will, schnellsten Bierkutscher der Nation. Mit den Partnern Tommy Winkelhock, dem Baron Thomas Loewis of Menar und Klaus Ludwig schaffte es Fritz “K” beim TM-Lauf in der “Grünen Hölle Nürburgring” auf Gesamtrang  zwei. Ein absoluter Hammer. Und das Team mit dem Stern testete den jungen Bayer auch kurz mal im Sauber Rennsportwagen. “Ich konnte  nach Tests in Hockenheim, Le Castellet, Jerez und Monza dann auch in Le Mans an den Start gehen. Mit keinem Geringeren als Michael Schumacher und dem Wendlinger Karl aus Österreich als Fahrerpartner”, so Fritz “K” nicht ohne berechtigtem Stolz und einem gewissen Glanz in den Augen. 


Fritz "K"s letztes Rennen - Sieg auf dem RedBullRing im Rahmen der Truck Trophy 2017Fritz "K"s letztes Rennen - Sieg auf dem RedBullRing im Rahmen der Truck Trophy 2017
Foto: Ernst Gruber/Agentur Autosport.at
1999 und 2001 holte sich Mr.“K”, wie ihn ein Brite in der "Autosport" nannte, den Truck-EM-Titel auf MAN. Nicht übel. Aber dann forderte die Familienbetrieb die ganze Kraft vom Rennprofi aus Bayern.


Erst viele Jahre später, 2014 um genau zu sein, wurde Fritz “K” rückfällig. Auf einem Porsche 993 GT2 von Erfolgstuner RS gelangen Fritz “K” 2015 in Hockenheim in einem Feld hochkarätiger GT-Modelle mit bis zu 900 PS unter der Haube 2 viel beachtete Gesamtsiege. Einen sehr harten Gegner aus dieser Zeit, Callaway-Corvette-Pilot Jürgen Bender trifft Fritz K” 2016 in der P9-Challenge auf der Strecke wieder. Man schätzt und respektiert sich sehr. “Aber im Kampf will eben auch jeder von uns am Ende die Nase vorne haben”, grinste Fritz “K” damals in Hockenheim.

Man darf gespannt sein wann Fritz “K” wieder in den silbergrauen RS-Porsche von Tuner Schmirler steigen kann. Das dürfte vor Ende der Saison in Brünn oder Imola vor den Toren von F1-Team Toro Rosso der Fall sein. Mit etwas Glück wird er dann die wenigen Kilometer von Imola nach Faenza reisen, um einen alten Weggefährten aus der Formel-Ford-Gründerzeit zu treffen. Franz Tost, am Beginn seiner Karriere Manager des Lechner-Formel-Ford-Teams, leitet heute den F1-Rennstall Toro Rosso. “Den Franz würde ich natürlich in Faenza sehr sehr gern mal besuchen. Mal scheuen ob das für den viel,beschäftigten F1-Profi, den Franz möglich ist”, so Fritz “K” lächelnd.

Den Serienauftakt der P9-Challenge konnte Fritz am Red Bull Ring gegen seinen alten GT-Kampfgefährten Albert Stephan gewinnen. Mal sehen was die beiden Porsche-Haudegen am Saisonende am Saisonende mit ihren dicken schwarzen Walzen in den Italienischen Asphalt radieren werden.

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