• Kärntner Rookie siegt vor Hans Egger-Richter und Lukas Niedertscheider
  • Insgesamt waren nicht weniger als 27 Suzukis Swift beim 1. Rennen am Start

Der diesjährige Suzuki Motorsport Cup wurde heute mit dem ersten von zwei Rennen auf dem Hungaroring, in der Nähe von Budapest, gestartet. Neu im heurigen Jahr war der Umstand, dass die ungarischen Teilnehmer auf stärkere Suzukis umgestiegen sind und so gemeinsam mit den Österreichern ins Qualifying und Rennen geschickt wurden. Damit konnte ein 27 Fahrzeuge starkes Feld gezählt werden.

Österreich war diesmal durch Kevin Friesacher (Ktn), Hans Egger-Richter (NÖ), Tobias Weichenberger (OÖe), Lukas Niedertscheider (Tirol), Christoph Zellhofer (NÖ), Markus Hilberger (Ktn), Martin Zellhofer (NÖ), Karl Heinz Leitgeb (Ktn), Lukas Puchinger (OÖe), Johannes Maderthaner (NÖ),sowie den Schweizer Thomas Berger vertreten.

Niedertscheider noch vor Egger-Richter - Foto: Zellhofer Motorsport

Einziger Wermutstropfen war das Wetter. Beim gestrigen Qualifying regnete es heftig, aber auch beim heutigen ersten Rennen war die Strecke noch nass und stellte so an die Teilnehmer hohe fahrerische Ansprüche. Die Österreicher dominierten das Qualifying und stellten mit Kevin Friesacher, Hans Egger-Richter, Tobias Weichenberger und Lukas Niedertscheider die ersten vier Plätze. Bester Ungar wurde Mate Benyö vor Vorjahresmeister Christoph Zellhofer, dem Schweizer Thomas Berger und zwei weiteren ungarischen Piloten.

Mit dem Kärntner Kevin Friesacher (Bruder von Ex-Formel 1 Fahrer Patrick Friesacher) kam ein junger aber sehr starker Pilot in die Serie und überraschte gleich im Qualifying mit einer überragenden Bestzeit. Dem 23-jährigen, der bisher nur im deutschen Formel Masters im Einsatz war, gelang es, den niederösterreichischen Regenspezialisten Hans Egger-Richter um 1,6 Sekunden zu distanzieren. Auf Platz Drei landete mit Tobias Weichenberger ebenfalls ein Newcomer. Er war im Vorjahr bei seiner Premiere auf einem schwächeren Modell auf dem Hungaroring schon zweimal Vierter.

Das Rennen wurde über die Distanz von 30 Minuten plus einer Runde ausgetragen. Mit einem Blitzstart setzte sich Egger-Richter vom zweiten Startplatz aus an die Spitze, gefolgt von Kevin Friesacher der aus der Poleposition ins Rennen ging. Der junge Kärntner überholte aber bereits in der 1. Runde Egger-Richter und feierte nach 13 Runden einen ganz überlegenen Sieg mit fast 30 Sekunden Vorsprung: “Vorerst möchte ich sagen, es war ein Auftakt nach Maß für mich. Nur den Start habe ich etwas verschlafen. Nachdem ich aber dann gleich Egger-Richter in der 1. Runde überholen konnte, gab es für mich keinerlei Probleme mehr. Ich war selber überrascht, der Wagen lief hervorragend, ich konnte entscheidend Reifen sparen und so meinen Vorsprung ständig weiter ausbauen. Mit so einem überlegenen Erfolg habe ich nicht gerechnet, daher ist die Freude über den Sieg noch größer.”

Etwas abwechslungsreicher verlief das Rennen für den Zweitplazierten Hans Egger-Richter: “Der Start ist mir sehr gut gelungen,leider habe ich anschließend Kevin nicht halten können und mich so auf Platz Zwei konzentriert. Das ging auch lange Zeit gut, in der 8. Runde habe ich beim Überrunden eines ungarischen Konkurrenten einen Dreher fabriziert und damit einen Platz an Lukas Niederscheidert abgeben müssen. Dieses Mißgeschick konnte ich aber in Runde 11 korrigieren und am Osttiroler vorbei gehen. Rang Zwei ist ein guter Saisonanfang, obwohl ich im letzten Jahr hier gewonnen habe.”

Rookie Kevin Friesacher siegt im 1. Rennen - Foto: Zellhofer Motorsport

Sehr guter Dritter nach einer gleichmäßigen Leistung wurde Lukas Niedertscheider aus Tirol:”Mit Platz Drei muß ich sicher zufrieden sein. Es hätte auch ein bisschen mehr werden können, aber das haben ungarische Mitbewerber verhindert, die mich beim Überholen trotz dementsprechender Flaggenzeichen etwas aufgehalten haben. Aber morgen ist wieder ein neues Rennen.”

Ebenfalls aufgezeigt hat wieder Tobias Weichenberger mit Rang Vier. Dem jungen Oberösterreicher gelang es sogar Vorjahresmeister Christoph Zellhofer knapp mit drei Sekunden hinter sich zu lassen. Dabei haben sich die Beiden nichts geschenkt und ihre Plätze sowohl in der 9 bzw. In der 11. Runde getauscht.

Sehr constant waren der Schweizer Thomas Berger und Cup-Organisator Max Zellhofer unterwegs. Beide konnten ihre Startposition bestätigen. Dies war bei Berger der sechste Platz beim Start und der sechste Platz im Ziel, bzw. bei M. Zellhofer der 8. Platz am Start und der 7. Rang im Ziel, nachdem Markus Hilberger von der Rennleitung aus dem Bewerb genommen wurde. Der Kärntner ist gegen die Fahrtrichtung in der Boxeneinfahrt unterwegs gewesen. Max Zellhofer mußte das ganze Rennen mit dem Notprogramm fahren und verlor so wertvolle Zeit. Trotzdem zollte er dem erfolgreichen Nachwuchs im Cup höchstes Lob: “So wie diese Burschen momentan fahren wird es sehr schwer werden sie zukünftig zu schlagen. Da habe ich selbst als alter Hase wenig Chancen.”

Positiv verliefen der Testeinsatz für Karl Heinz Leitgeb mit Platz 8 sowie für den früheren Motorradrennfahrer Lukas Puchinger mit Rang Neun. Johannes Maderthaner gelang es mit Rang 21 immerhin fünf Ungarn hinter sich zu lassen.

Ergebnis des ersten Rennens im Suzuki Cup auf dem Hungaroring:
1.Kevin Friesacher (Kärnten)                        33:35,202 Minuten
2.Hans Egger-Richter (NÖ)                          + 28:312 Sek.
3.Lukas Niedertscheider (Tirol)                     + 31:580
4.Tobias Weichenberger (OÖe)                    + 33:559
5.Christoph Zellhofer (NÖ)                            + 36:206
6.Thomas Berger (Suisse)                            + 1:04,835 Min.
7.Martin Zellhofer (NÖ)                                 + 1:14,851
8.Karl Heinz Leitgeb (Ktn)                             + 1:37,046
9.Lukas Puchinger (OÖe)                             + 2:29.819
10.Johannes Maderthaner (NÖ)                   + 1 Runde

Die schnellste Rennrunde erzielte Kevin Friesacher in Lap 7 mit 2:32,723 Minuten

Punktestand im Suzuki Motorsport Cup nach dem ersten Rennen:

1.Kevin Friesacher 16 Punkte, 2. Hans Egger-Richter 13 Punkte, 3. Lukas Niedertscheider  11 Punkte, 4. Tobias Weichenberger 10 Punkte, 5. Christoph Zellhofer 9 Punkte, 6. Thomas Berger 8, 5 Punkte, 7. Martin Zellhofer 8 Punkte, 8. Karl Heinz Leitgeb 7,5 Punkte, 9. Lukas Puchinger 7 Punkte, 10.Johannes Maderthaner 6,5 Punkte

Fotos: Zellhofer Motorsport

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