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Mit einem defekten Käfer bei Vienna Classic Days teilnehmen, unmöglich, also sprang sie als Beifahrer auf & schildert uns Wien im Oldtimer-Wahn aus ihrer Sicht.

 
Auf dem Salmbräu Pritschenwagen von 1929 geht’s rund um den Ring. Hinten mit dem Fotografen und mit viel Spaß, mal schneller „Überhol ruhig alle die du kannst“ wie auch langsamer.... „Langsamer hab´ ich gesagt“ wurden die zwei Runden mit viel Spaß absolviert.

Aber Wien ist einfach anders, das steht schon bei der Einfahrt in die Stadt groß für Unwissende und so sind auch die Vienna Classic Days einfach anders. Am Samstag geht’s für die Helferlein schon um 5 Uhr los, die Teilnehmer trudeln dann ab 9 Uhr peu à peu ein. Für Parkplätze ist gesorgt und für eingefleischte Rallyefans ist nicht nur die Organisation sehr gut... ja, man schafft es beide Tage nach Startnummern zu starten. DSC 1755Die Vienna Classic Days 2019 aus einer anderen Perspektive: Redakteurin Astrid Wittzany & Fotograf Dirk Hartung auf einer Ford-Pritsche aus 1929 - Foto: Friederike Schuster

Etwas Kuddelmuddel gab´s dann bei der MA48 Zeitkontrolle, und mit Streichung der dortigen Wertung. Nicht jeder Teilnehmer hat sich an seine 12.008 Sekunden (für Rechenfaule: 3 Stunden 20 Minuten und 8 Sekunden) Ausfahrtszeit gehalten und so grätschen Manche in das Timing der Strukturierten, was zu Unmut und eben dann zur Streichung führte. Da ist die Überlegung von zwei Ausfahrtsspuren sicher da, eine für die „Richtigen“ und eine für „Nachzügler“. Dann weiter und nach Reih und Glied auf den richtigen Plätzen am Rathausplatz eingeordnet.

Die Ringrunden waren dann so spektakulär wie immer.... der Ring wird gesperrt, ca. 220 Oldies fahren gemäßigt, aber nicht schleichend um den Ring, vorne und hinten die Polizei, die jeweils alles im Blick hat und das Feld auch zusammenhält. So wird zum Ring gestartet und dann wartet man erstmal an der Ampel ca. 20 Minuten bis alle Teilnehmer auf der Straße sind bevor es dann losgeht. Und wir auf dem Pritschenwagen. Fleißig winkend, dirigierend, um tolle Fotos zu bekommen und mit Schmäh auf den Lippen ging es viel zu früh zu Ende... zwei Runden können bei so viel Fun einfach zu kurz sein.

Die Filmfestspiele boten eine tolle Kulisse und keiner hat dem Anderen die Show gestohlen, da die VCD nach den Ringrunden weiter fuhren und die fleißigen Helferchen schnell und geordnet wieder abgebaut haben, um am Sonntag dann um 6 Uhr - man war ja vom Samstag her schon routiniert - wieder aufzubauen.

026 190825 ViennaClassicDays 11 DH 3120Wien im Oldtimer-Wahn, hier ein MG N Magnette Supercharger von 1936 - Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.atAm Sonntag war dann die gleiche Startzeit wie am Samstag und die Kontrollen, Quiztests und Prüfungen gingen in der Innenstadt Schlag auf Schlag. Ein tolles Erlebnis auch für Nicht-Wiener die die Stadt erkunden wollen. Hier kommt man über Gassen zu Plätzen, die normalerweise nicht mit dem Auto so einfach zu erreichen sind. Ein Schmankerl für jeden Externen, der sich beim Veranstalter auch ein Auto leihen kann, in Kooperation mit Hertz Österreich, die eine Oldtimersparte haben. Auswählen kann man dort zwischen drei Kategorien und so ist für jeden Spaß und Geldbeutel was dabei. Aber nun weiter zu den Sehenswürdigkeiten. Wo kann man so vieles und ohne Verkehr und mit Sondergenehmigung sonst sehen.

Zum Abschluss geht es zum legendären Picknick zum Donauturm. Das Wetter war zwar in der Nacht schlechter als erwartet, aber es hat sich wesentlich gebessert und so war mit Sonne, aber nicht zu heiß Bedingungen, der Mittag zu verbringen. Für Speis und Trank war gesorgt. Heuer war das erste Mal auch die Siegerehrung am Donauturm und damit mussten die Oldies nicht wieder durch die Stadt.

Leider, trotz der sonst hervorragenden Organisation, wurde es dann etwas zäh im bis dahin üblichen Ablauf: Die Siegerehrung fing erst um 16 Uhr mit einem Showakt an, bis dann alle Preise, Pokale, Wertungen, Dankesreden usw. beendet waren, war es gut zwei Stunden später und das Feld lichtete sich stetig, schon davor waren einige „Sieger“ nicht mehr auffindbar, aber auch währenddessen wurde es immer leerer. Schade, da sowohl die Organisatoren wie auch ihre Helferlein wirklich verdient haben gelobt zu werden, denn sowas auf die Beine zu stellen sollte schon viel Applaus wert sein.

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