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Ford Mustang 5l GT Muecke 2 copyDer ex-Ruch Ford Mustang 5.0 GT von 1994 wird 2021 wieder in die Freiheit entlassen - Mücke Motorsport betreut das von Guido Momm pilotierte V8-Soundmonster

Ohne das Klischee der "Tage des Donners" bedienen zu wollen, aber wenn Eines früher besser war dann der brutale Sound eines V8-Monsters im Kampf 1994 gegen Manuel Reuter und Keke Rosberg im Opel Team Joest Calibra V6 4x4, Roland Asch und Bernd Schneider im Tabac-Original Sonax AMG-Mercedes C-Klasse DTM oder auch Christian Danner, Nicola Larini und Alessandro Nannini in ihren Alfa Romeo 155 V6 TI.

Neben Gerd und Jürgen Ruch hatte damals auch Jürgen Feucht für einige Rennen mit einem Ford Mustang 5.0 GT V8 genannt genannt. Ab 1992 in der DTM ( Challenger Racing ), 1993 & 1994 dank einer Schuhmarke als "Buffalo Boots Racing" in den Nennlisten, aber ohne Chance auf Erfolge an die man sich noch heute erinnern würde. Jürgen Feucht blieb bis  Ende der Saison 1994 punktelos, dann ohne Homologation für den Ford Mustang, er löste sein Team dann auf.

Gerd Ruch startete mit seinem eigenen Team und Ford Mustang bereits ab 1988 in der DTM - er konnte im Gegensatz zu Jürgen Feucht - immerhin 4 Punkte in sieben Jahren und 177 Rennen einfahren.

So war das damals, ohne die Unterstützung der Hersteller wie Opel, Mercedes oder Alfa, da hattest Du einfach keine Chance. Das mußte auch Jürgen Ruch, der Bruder vom Teamchef, feststellen. Er brachte es auf 42 Starts von 1991 bis 1994 ohne einen einzigen Punkt. Ford Mustang 5l GT Muecke 1 copyMücke Motorsport läßt 1994er DTM Ford Mustang 5.0 GT wieder freien Lauf
Foto: Tourenwagen Legenden

Dennoch waren diese 3 Piloten aufgrund des in der damaligen DTM einmaligen Motorsounds an jeder Strecke die Lieblinge der Fans.

Und wie nun heute seitens der Tourenwagen-Legenden bekannt gegeben wurde startet 2021 einer dieser bereits legendären Ford Mustang 5.0 GT unter Bewerbung von Mücke Motorsport mit Guido Momm am Steuer. 

Die harten Fakten des Ford Mustang DTM (FIN: RU02)

Motor:
Hubraum 4.955 ccm, V8
Leistung:
540 PS
Getriebe:
5-Gang manuell
Gewicht:
1050 kg
Fahrer:
Gerd Ruch - Deutsche Tourenwagenmeisterschaft 1994

Race History:
08/04/1994 : Race DTM Zolder
22/04/1994 : Race DTM Hockenheim
06/05/1994 : Race DTM Eifelrennen
20/04/1994 : Race DTM Mugello
02/06/1994 : Race DTM Nürburgring
24/06/1994 : Race DTM Norisring
05/07/1994 : Race DTM Donington
23/07/1994 : Race DTM Diepholz
21/08/1994 : Race DTM Nürburgring
03/09/1994 : Race DTM Avus Berlin
16/09/1994 : Race DTM Singen
07/10/1994 : Race DMV-Preis Hockenheim

Unter dem Strich: Das Weiterlesen lohnt sich:

Es wird laut bei den Tourenwagen Legenden. Einer der Gründe ist der neue Bolide von Guido Momm. Der in Kelberg unweit des Nürburgrings lebende Immobilienunternehmer startet in diesem Jahr unter anderem mit dem legendären Ford Mustang 5.0 GT, den Gerd Ruch zuletzt in der DTM 1994 pilotierte. Um den Einsatz des klangvollen V8 kümmert sich Mücke Motorsport.
 
Nach der Saison 1994 hatte Ruch den bulligen V8 inklusive umfangreichem Ersatzteilpaket eingelagert. Dass der Wagen nun wieder das Licht der Welt erblickt, ist einer Berlin-Connection zu verdanken. Mücke Motorsport kontaktierte den ebenfalls in der Hauptstadt beheimateten Gebäudeunternehmer Ruch, zeigte Interesse und vermittelte den ‚Garagenfund‘ schließlich an Guido Momm. „Stefan Mücke rief mich an, ob ich Lust auf den Wagen hätte“, sagt Momm. „Da musste ich nicht zweimal überlegen. Ich war sofort Feuer und Flamme. Der DTM-Mustang ist ein außergewöhnlicher Rennwagen, der in diesem Jahr viele Emotionen wecken wird.
 
Der Ford-Mustang war in der Übergangszeit zwischen Gruppe A und Klasse 1 in den Jahren 1991 und 1994 alles andere als erfolgreich. Zwei zehnte Plätze, 1992 in Hockenheim und 1993 auf dem Norisring, waren die Spitze des Machbaren. Doch gerade dieser Idealismus von Gerd Ruch und seinen Ford-Mitstreitern Jürgen Ruch und Jürgen Feucht, mit dem rund 540 PS-starken V8 Boliden gegen die aufstrebenden Hightech-Renner von Alfa Romeo, AMG-Mercedes, und Opel anzutreten, machte die Blue-Oval-Fraktion schnell zu absoluten Publikumslieblingen – David gegen Goliath.
 
Als wir den Wagen endlich bei uns stehen hatten, haben wir alles durchgeschaut und einige Vorbereitungen getroffen. Dann haben wir einfach den Knopf gedrückt und schon donnerte der V8 los“, erinnert sich Stefan Mücke. „Wir haben noch etwas Arbeit vor uns, aber 2021 wird der Mustang endlich wieder auf die Rennstrecke zurückkehren. Ich bin sehr auf den ersten Roll-out gespannt und freue mich riesig auf den ersten Renneinsatz.“ Mücke ist nicht nur erfolgreicher Rennfahrer, sondern im väterlichen Betrieb auch mit der Technik von Rennfahrzeugen bestens vertraut. „Wir hatten bei dem Mustang das eine oder andere Déjà-vu“, sagt er. „Da waren Teile verbaut, die wir in ähnlicher Form schon aus unseren Gruppe-2- und Gruppe-5-Capri kannten. Auf der anderen Seite hat Ruch als Privatteam das Auto ständig weiterentwickelt. Die größte Herausforderung ist es, den betagten Boliden mit den heutigen Rennreifen standfest zu machen. Da wirken ganz andere Kräfte als Ende der Neunziger.
 
Kräfte sind auch das Stichwort für die Fahrer. „Das ist noch sehr ursprüngliches Rennen fahren“, weiß Momm, der den Mustang zusammen mit Mücke pilotieren wird. „Der Wagen hat mit seinem V8-Motor jede Menge Vortrieb. Da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Viel wichtiger ist es dann jedoch, rechtzeitig den Anker zu werfen, um den Wagen um die Kurven zu wuchten.“
 
Als wäre die Auferstehung des Ford Mustang 5.0 GT nicht schon Grund genug, sich auf die bevorstehende Saison zu freuen – es gibt Aussicht auf ein Sahnehäubchen. Obwohl er das ursprünglich nicht geplant hatte, denkt Gerd Ruch aktuell darüber nach, selber wieder am Volant Platz zu nehmen. „Er hat auf jeden Fall Blut geleckt“, grinst Momm. „Das wäre auf jeden Fall legendär.

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