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210408 Trackday RBR 01 GU 6493 KopieSelber aktiv Motorsport betreiben, das ist für viele Racefans mit Sicherheit ein großer Wunsch - doch was sind die Voraussetzungen dafür, und wie hoch die Kosten ?


Es ist ein sehr großer Unterschied, ob man nur als Fan vor dem Fernseher oder auf der Tribüne mitfiebert oder selbst aktiv wird. Für die meisten Sportarten kann der Einstieg relativ günstig probiert werden. Anders sieht es da beim Motorsport aus. Wer selbst hinters Steuer will, der sieht sich größeren Kosten schon vor der ersten Runde gegenübergestellt. Hier wollen wir dieses zusammenfassen.

 

Es gibt grundsätzlich zwei Kostenarten beim Motorsport. Zum einen die Anschaffungskosten, die schon vor dem ersten Fahrerlebnis anfangen, und die laufenden Kosten. Letztere kann man durch das eigene Verhalten beeinflussen. Bei der Grundausstattung gibt es wenig Spielraum. Auf absolut notwendige Teile, insbesondere für die Sicherheit, kann man nicht verzichten.

Leider wird Motorsport damit zu einem Hobby, welches sich nicht jeder leisten kann. Es ist aber anderseits auch nicht so hochpreisig, dass man es sich ansparen kann. Wer nicht so lange warten will, der kann mit einem Kredit schneller zum eigenen Rennwagen kommen. Bonität vorausgesetzt kann man zum Beispiel bei loanscouter.com Kredite vergleichen und abschließen. Selbst dann, wenn man möglichst kurzfristig liquide Mittel für den Erwerb des eigenen Rennboliden braucht.

Eine gute Grundausstattung ist wichtig

Im Gegensatz zum normalen Autofahren muss man sich für den Rennsport besonders kleiden. Das dient der eigenen Sicherheit im Falle eines Unfalls. Den Kopf muss man mit einem zugelassenen Helm schützen. Auch ein feuerfester Overall gehört zur Ausstattung eines jeden Rennfahrers. Kompatible und feuerfeste Unterwäsche sowie Handschuhe leisten im Falle eines Feuers lebensrettende Dienste. Auch auf das Schuhwerk muss man Augenmerk richten. Anstatt der bequemen oder modischen Sneaker muss man sich gut passende Rennfahrerschuhe besorgen. 210731 ASV Bruck 03 DH 7233 KopieZum Einstieg bestens geeignet ist der Slalom-Sport

Alles in allem muss man mit Kosten von ca. 1.500 Euro für eine Grundausstattung für den Rennsport rechnen. Möchte man dann tatsächlich auch an Rennen teilnehmen und damit mehrere Stunden im Rennanzug verbringen, dann kommen auch noch die Kosten für ein Trinksystem dazu. Bei hohen Geschwindigkeiten kann man nämlich nicht die Hand vom Steuer nehmen und aus einer Flasche trinken.

Das eigene Fahrzeug kommt selbstverständlich noch dazu. Hier kann man keinen Betrag festlegen, denn dieser kann sehr stark variieren. Die meisten Einsteiger werden vermutlich erst einmal einen gebrauchten Wagen älteren Baujahrs wählen. Wer sich sicher ist langfristig im Motorsport aktiv zu sein, der wird vermutlich gleich zu einem neuen Modell oder einem Neuwagen tendieren. Da sich ein gut gepflegter Rennwagen gut wiederverkaufen lässt, muss man den Anschaffungspreis nicht gleich abschreiben.

Die laufenden Kosten nicht unterschätzen

Mit dem Kauf der Grundausrüstung sind die Ausgaben aber noch nicht gedeckelt. Es kommen noch eine ganze Reihe von regelmäßigen Ausgaben dazu, die bei diesem Hobby anfallen. Wesentlicher Posten sind dabei die Versicherungen, die sowohl für das Fahrzeug selbst als auch für die Teilnahme an Rennen erforderlich sind. Ferner muss man für die Teilnahme an Rennen eine Lizenz beantragen und bezahlen.

Für die Rennen selbst braucht man natürlich Kraftstoff. Diesen Posten sollte man bei einem Rennwagen nicht unterschätzen, denn es ist ja gerade das Ziel, sportlich und nicht spritsparend zu fahren. Auch der Transport zur Rennstrecke selbst muss mit eingeplant werden. Für den Transport braucht man einen Anhänger oder Lkw, den man auch unterhalten oder jeweils ausleihen muss.

210731 ASV Bruck 08 DH 0438 KopieDer Sportwagen ist immer ein Zweitwagen...Nicht vermeiden lassen sich Inspektionen und Reparaturen. Wenn man mit hohen Geschwindigkeiten fahren will, dann dürfen keinerlei Zweifel bezüglich der Fahrtüchtigkeit des Autos bestehen. Schon im Eigeninteresse will man gewiss sein, dass die Bremsen auch bei Höchstgeschwindigkeit funktionieren. So stehen Reifenwechsel nicht nur aufgrund von Verschleiß an. Für optimale Straßenlage kann es erforderlich, verschiedene Reifentypen vorzuhalten. So wie es in der Formel 1 auch praktiziert wird.

Sportwagen sind immer Zweitwagen

Verabschieden muss man sich von der Idee, nur ein Fahrzeug für den Alltag und für die Teilnahme an Rennen zu besitzen. Dafür sind richtige Rennwagen einfach nicht gemacht. Sie sind für hohe Geschwindigkeiten konzipiert und nicht für die 30er Zone auf dem Weg in die Schule. Abgesehen davon, dass sie nicht annähernd den Komfort bieten, wie wir es heute in Autos gewöhnt sind. Es mag zwar cool sein mit einem Rennwagen in die Schule gebracht zu werden, aber nicht sicher. Abgesehen vom Fahrersitz wird man aus Gewichtsgründen in einem Rennwagen nämlich auf so ziemlich jeden Komfort verzichten.

Man benötigt für den Alltag also zumindest ein günstiges und straßensicheres Auto. Das muss man bei der Kalkulation der Gesamtkosten für das Hobby Rennsport immer mit einbeziehen. Denn auch dieses Fahrzeug für den Alltag kostet Steuern, Versicherung und Kraftstoff. Frei von Reparaturen und TÜV-Terminen ist es ebenfalls nicht. Klare Empfehlung: Erst mal alle Kosten auflisten und dann entscheiden, ob man sich als Rennfahrer hinter das Steuer setzen kann.

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