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200815 Histo Cup Slovakia 15 DH 5385Besondere Premiere für Patrick Schober - beim Histo-Cup auf dem Slovakiaring - im Formel König und mit Vater Peter Schober sein erstes Rennen im Tourenwagen

Für Patrick Schober gab es am vergangenen Wochenende eine doppelte Herausforderung. Einerseits war er erstmals in dieser Saison wieder mit dem Formel König im Histo Cup unterwegs und andererseits teilte er sich mit seinem Vater, dem ehemaligen Tourenwagenstaatsmeister Peter Schober, das Cockpit in einem BMW-Tourenwagen beim Ravenol 1H Endurance-Rennen.

Phasenweise gab es einen Fahrzeugwechsel im Halbstunden-Rhythmus und das mittlerweile 16.-jährige Motorsporttalent schaffte diesen kompletten Konzeptwechsel ohne irgendwelche Probleme. Man wollte im Hause Schober erstmals diesen BMW bei einem Rennen testen und rechnete sich eigentlich bei 8 Teams in dieser Klasse wenig Chancen aus. 200814 Histo Cup Slovakia 12 DH 4399Vater und Sohn gemeinsam: Patrick Schobers Premiere im Tourenwagen-Rennsport gemeinsam mit Vater Peter Schober
Foto: Dirk Hartung/agentur Autosport.at
Freitagabend gab es dann dieses einstündige Langstreckenrennen mit Fahrerwechsel und Patrick Schober wollte den letzten Stint fahren, da er unbedingt den Teil mit der Nacht.- bzw. Dämmerungsfahrt in diesem, als Sunset-Race bezeichneten Rennen, übernehmen wollte.

Dazu kam es aber leider nicht, denn nur kurz nach dem Start des Rennens gab es auf der Start/Ziel Geraden einen Unfall bei dem ein Fahrzeug komplett zerstört wurde und in dem auch der BMW von Papa Peter Schober um Haaresbreite verwickelt wurde.

Das Rennen wurde wegen der massiven Schäden an der Boxenmauer auf Samstag früh verschoben und  Peter und Patrick Schober konnten bei dieser Premiere als Fahrerduo den zweiten Platz in ihrer Klasse erreichen. Ein Erfolg, mit dem in Wirklichkeit nicht zu rechnen war, der aber sehr willkommen war.

Direkt vor dem Treppchen der Siegerehrung stand dann schon der Formel Rennwagen bereit, mit dem Patrick Schober am Qualifying zur Formel History teilnahm. Platz 17 von 25 Startern und Bester in seiner Klasse gab es als Resultat und vor dem Rennen am Nachmittag kam fast ein wenig Freude auf, denn es begann leicht zu regnen und mittlerweile ist schon bekannt, dass dieser junge Rennfahrer besonderes Talent im Regen zu haben scheint.

200815 Histo Cup Slovakia 00 DH 4700Premiere: Wenn im Rückspiegel auf einmal ein Auto mit Dach auftaucht....
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at
Und dieses Rennen wurde dann regelrecht zu Patrick Schober Show. Es gab nur leichten Regen aber in Schobers Team entschied man sich für die Regenreifen und Regensetup. Das Rennen wurde als Wet Race gestartet und mit einer sensationellen ersten Runde von Patrick Schober, fand man den jungen Mann auf Platz 3 wieder. Er legte sich noch mit einem doppelt so starken PRC-Sportwagen und seinem Piloten Georg Böhringer an und gewann vorerst dieses Duell.

Nach rund 5 Runden konnte der leichte Regen die Strecke allerdings nicht mehr so richtig feucht halten und bei abtrocknendem Asphalt gab es gegen das PS Monster keine Chance mehr. Aber Schober fuhr auf Gesamtplatz 4 einer Sensation entgegen und das auch noch mit gehörigem Abstand zum Fünftplatzierten. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass Patrick Schober das absolut leistungsschwächste Auto im Feld bewegt. Ein Formel König mit 1400 ccm und 120 PS, gegen historische Formel 3, Opel Lotus, Sportwagen und ähnliche Leckerbissen des Formelsports der 90er Jahre abwärts.

Aber es gab kein Happy End. 2 Runden vor Schluss gab der Motor des Formel Königs klappernde Geräusche von sich und um größere Schäden zu vermeiden stellte Patrick, zum Entsetzen aller, seinen Formel Rennwagen an sicherer Stelle ab. Es dürfte sich abermals um einen Lagerschaden am Motor handeln, ein Problem, welches im letzten Jahr bereits aufgetaucht ist und im Moment ist es für das Team rund um Schober, ein Rätsel, warum es abermals Probleme gibt. 200815 Histo Cup Slovakia 15 DH 5118Nasse Strecke - junges Talent: Mit dem schwächsten Auto bis auf P3 vorgefahren...
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


Trotzdem, diese Fahrt von Patrick Schober war die Sensation und er hat einmal mehr bewiesen welches Talent in ihm steckt. Es wäre nun in der Tat die richtige Zeit, dass die üblichen Förderer im Motorsport aufwachen und sich mal Gedanken machen, dass hier ein echtes und nachhaltiges Talent heranwächst, welches sich tatsächlich verdient Unterstützt zu werden.

Aufgrund der technischen Probleme konnte Patrick dann am Sonntag weder am qualifying noch am Rennen der Formel Historic teilnehmen.

Für Patrick Schober geht es ohne Pause gleich weiter. Am Wochenende bei der FIA – CEZ auf dem Slovakiaring bzw. anfang September im Drexler Formel Cup auf der Fahrerstrecke in Brno, dann wieder im Formel 4.

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