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201011 Histo Cup RBR 14 DH 7293Bei der Premiere der Klasse "Formel Young" auf dem Redbullring fährt Patrick Schober mit seinem 1600er und deutlichem PS-Defizit im Regen auf P2 Gesamt

Die Formelrennen beim Histo Cup am Red Bull Ring waren erstmals in zwei Gruppen aufgeteilt - offiziell Formel Historic und Formel Young. Nicht nur wegen der enormen Anzahl von fast 50 Nennungen bei den Formel-Rennwagen, sondern weil auch die neue Klasse der Formel Young seinen ersten großen Auftritt hatte.

In dieser Klasse, die 2021 fix in das Programm des Histo Cups aufgenommen wird, sollen in der Regel ausschließlich Formel Renaults ab Baujahr 2000 starten, also solche, die bereits über ein Kohlefaser Monocoque verfügen. 201011 Histo Cup RBR 14 DH 7132Patrick Schober: Vorfreude auf das Regenrennen....
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


Keine Regel ohne Ausnahme: Während die Formel Renaults 2.0 über rund 200 PS oder mehr bei 2l-Hubraum verfügen, sitzt Patrick Schober in einem Dallara 1,6 Formulino -  bekannt als ehemaliges ADAC Formel Masters Fahrzeug. 400ccm Hubraum weniger ergibt mindestens 50 PS Leistungs-Defizit gegenüber allen anderen Startern mindestens.

Wenig Chancen auf Erfolg für Patrick Schober – außer es regnet. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen - das fahrerische Talent macht - je nach Rennstrecke - dann den Unterschied.

Qualifying und Rennen 1 fand am Samstag unter schönen, aber kalten Wetterbedingungen statt und im Feld der 15 moderneren Rennwagen wurde Schober im Qualifying Zwölfter und im Rennen Elfter.

Nicht unerwartet sind diese Platzierungen und einzig dem kleinen, nur 145 PS starken Motor seines Dallaras 1,6 geschuldet. Da ist es nicht verwunderlich, dass man auf den Wahrheitsgehalt des für Sonntag angekündigten Regens hoffte. Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass sich der junge talentierte Österreicher im Regen nicht unwohl fühlt. Wie seinerzeit schon Senna und Schumacher ist Patrick Schober offenbar ebenso mit einer hochwertigen Sensibilität ausgestattet, die er jetzt schon mehrmals, speziell bei feuchten Wetterbedingungen, unter Beweis gestellt hat.

Und tatsächlich, Sonntag Vormittag schon beim regnerischen Qualifying ergab sich für Patrick Schober Platz 5. Und der Regen wurde anschließend noch stärker. Nach dem Rennstart schiebt sich Patrick Schober auf Platz 3 vor. Während ganz vorne Hannes Gsell den Vorsprung Runde für Runde ausbaut, tastete sich Patrick Stück für Stück an den Formel 3 von Philipp Thiel heran. Thiel war in der ersten Saisonhälfte noch scheinbar unschlagbar, verließ die Rennstrecken regelmäßig mit Doppelsiegen in der Tasche. Am Salzburgring hatte er mit der jungen Jorden Dolischka schwer zu kämpfen, auf dem Redbullring wurde er sich Patrick Schober über mehrere Runden richtig zurechtgelegt. Ausgangs der Rauch-Kurve zeigte Patrick Schober dann totale Rennübersicht, nutzte eine Überrundungsmanöver von Philipp Thiel zu dessen Überraschung und zog an ihm vorbei - und ihm anschließend deutlich schneller davon. Am Ende der 10-Runden-Hatz hat er auf Thiel rund 14 Sekunden herausgefahren, mit 2:01.658 fährt er seine schnellste Runde in der vorletzten Runde. Dieser Erfolg war mit Sicherheit bisher fahrerisch einer seiner größten - eine weitere unvergessliche Talentprobe.

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