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sir jack brabhamDank seiner rabenschwarzen Haare nannten ihn die Engländer "Black Jack" Brabham - wir erzählen Euch die Geschichte eines Piloten der bis heute unvergessen ist.

Seine rabenschwarzen Haare verhalfen ihm zu seinem Spitznamen und seine fantastischen Erfolge als Rennfahrer beeindruckten sogar Queen Elizabeth II, die ihm die Orden „Order of the British Empire“ und „Order of Australia“ verlieh. Der 2014 verstorbene Australier Sir Jack „Black Jack“ Brabham galt schon zu Lebzeiten als echte Legende, die auf ungewöhnliche Lebensstationen und herausragende Leistungen zurückblicken konnte. Bis heute tragen Fans die Fackel weiter und feiern den dreifachen Formel 1-Weltmeister als Gigant des Rennsports.

Jack Brabham startete ohne Umwege in eine von Sportwagen dominierte Karriere. Schon mit 18 Jahren baute er das Fundament für seine Laufbahn und arbeitete ab 1944 als Mechaniker bei der Royal Australian Airforce. Das technische Hintergrundwissen ermöglichte es ihm, seinen Traum vom perfekten Auto selbst umzusetzen. 1947 konstruierte er seinen ersten eigenen Sportwagen. Ein gutes Omen für die folgenden Jahre, die vor ihm lagen.

Auf in die Formel 1
Brabham schaffte den Weg in die Formel 1 mit eisernem Willen und absolvierte in den Jahren 1955 bis 1970 ganze 126 Formel 1-Rennen. Zunächst für die Teams von Cooper, Maserati und Lotus, um schließlich sein eigenes Team Brabham an den Start zu schicken. 14 Rennen entschied Brabham für sich, den Weltmeistertitel in der Formel 1 holte der charismatische Rennfahrer in den Jahren 1959, 1960 und 1966. Von Fans und Presse wurde Brabham bald „Black Jack“ getauft, was seinen Kultstatus noch verstärkte.

Um Verwirrungen vorwegzunehmen: Mit dem beliebten Kartenspiel Blackjack hat der erfolgreiche Rennfahrer nichts gemeinsam. Zwar gehören Abwechslung, Spannung und Vielfalt besonders bei der Online Variante wie auf NetBet Blackjack Online zum Spiel dazu, doch außer der Namensgleichheit besitzen Rennfahrer und Kartenspiel keine Gemeinsamkeit. Der Rausch der Geschwindigkeit war die einzige Liebe des Australiers. Jack Brabham BT19 1966 - Fans sammeln heute noch seine Modelle<br>Riviera Model Cars PlusJack Brabham BT19 1966 - Fans sammeln heute noch seine Modelle
Foto: Riviera Model Cars Plus


Auch in der Formel 2 ergatterte „Black Jack“ in den Jahren 1958 und 1966 den Meistertitel. 1965 stellte er mit seinem Brabham-Honda BT16 in zwei Rennen einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Ein Jahr später sicherte er sich den Meistertitel im Brabham-Honda BT18 in 12 Rennen, die zu 10 Siegen und 36 Punkten führten.

Formel-1 Rennen für die Ewigkeit
Ein vergleichbares Rennen wie in der Saison 1959 hatte die Welt noch nicht gesehen: Während „Black Jack“ in der Führung der Weltmeisterschaftswertung dem Sieg entgegensteuert, geschieht das Unmögliche. Kurz vor der Ziellinie geht Brabham der Sprit aus und er erreicht als Vierter das Ziel. Doch die Regelung, dass nur die fünf besten Ergebnisse eines Fahrers in die Wertung aufgenommen wurden, spielt ihm in die Karten. Hätten seine Konkurrenten Stirling Moss oder Tony Brooks das Rennen gewonnen, wäre „Black Jack“ auf dem zweiten Platz gelandet. Da Moss aber gar nicht teilnahm und Brooks nur den dritten Platz schaffte, wurde „Black Jack“ zum ersten Mal Weltmeister. Ein Last-Minute-Sieg, der Nervenstärke abverlangte. Ohne Benzin.

Weltmeister im eigenen Wagen
Ein überraschendes Novum in den Regularien verhalf Jack Brabham zum nächsten Sensationserfolg. Der Hubraum in der Formel 1 wurde erweitert und Brabham schaltete schnell. Von Repco ließ er einen auf Großserienkomponenten basierenden V8-Motor bauen. Ein einfaches, aber leistungsstarkes Modell, das „Black Jack“ 1966 den Weltmeistertitel bescherte. Bis heute ist er der einzige Fahrer, der Weltmeister im selbst konstruierten Boliden wurde!
 Quelle: Pixabay

Abschied vom Rennsport
Die außergewöhnliche Karriere legte Jack Brabham mit atemberaubendem Tempo vor. Die Folge war, dass er bereits mit 44 Jahren dem aktiven Rennsport den Rücken kehrte. Queen Elizabeth II schlug ihn 1979 zum Ritter und verlieh ihm zudem 2008 den „Order of Australia“ für seinen Beitrag für den Motorsport und als Ehrung seiner zahlreichen Charity-Aktivitäten. Damit zählt er zu lediglich vier Rennfahrern, die von der Queen mit diesem Titel bedacht wurden. Erst im November 2020 wurde Mercedes-Rennfahrer Lewis Hamilton in die illustre Runde aufgenommen. „Black Jack“ verstarb 2014 in seiner Wahlheimat Surfers Paradise in Australien. In den Herzen unzähliger Fans lebt er jedoch weiter als eine der größten Persönlichkeiten des Rennsports.

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