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Als ein Wochenende durchaus zum Lernen kann das Heimrennen auf dem Slovakiaring für Patrick Schober gelten, und als Testlauf für sein erstes Formel 4 Rennen.

Der Slovakia Ring war das Heimrennen von Patrick Schober und Procar Motorsport beim Histo Cup vom 9.-11. August 2019. Am Freitag nützte man das freie Training, um mit dem Formel 4 ein wenig zu testen, da in 2 Wochen, beim Großen Preis der Slowakei, Patrick Schober sein erstes Formel 4 Rennen fahren wird.

Für das Team bestand nun die Aufgabe zwei völlig unterschiedliche Formel Rennwagen an einem Tag zu betreuen und sich auf diese Unterschiedlichkeiten einzustellen.

Das letzte freie Training an diesem Testtag nützte man, um sich wieder an den Formel König (um)zu gewöhnen. Im Prinzip lief alles wie geplant. Man hatte seine Gegner und den härtesten Widersacher in Sachen Meisterschaft fest im Griff, was die Rundenzeiten betraf. So auch im ersten Qualifying am Samstag – bis der große Knall kam und Schobers Motor sich einer Pleuelstange entledigte. Das war´s, zumindest mit dem Samstagsrennen. 190811 Histo6 09 DH 3367Patrick Schober hat den Rennsieg knapp verloren, aber wieder viel Erfahrung gewinnen können. Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at

Wenn aber Möglichkeiten bestehen, gibt Procar Motorsport nicht so schnell auf. Das Glück im Unglück war das Heimrennen, denn Zuhause in der Garage hat man einen neu revidierten Motor stehen. Dieser wurde adaptiert, ausgetauscht und um Zehn Uhr abends stand der Formel König wieder in seiner Box. Es tauchte aber noch ein kleines Problem auf, als man Sonntag früh eine Inkontinenz an der Ölwanne entdeckte, diese aber glücklicherweise mit dementsprechenden Mitteln stoppen konnte.

Trotzdem fuhr ein ungutes Gefühl mit, als Patrick Schober zum Motoreinfahren in des Sonntagsqualifying startete. Nach einigen Runden in niedrigeren Drehzahlbereichen fuhr Schober dann eine einzige schnelle Runde um für das Rennen qualifiziert zu sein. Diese war sogar nur 0,05 Sek. hinter seinem größten Konkurrent, aber das Wichtigste war, daß alles funktioniert und dicht ist.

Das Rennen selbst war ein permanenter Zweikampf mit Franz Benczak, den der erfahrene Österreicher bei der Ziellinie mit viel Glück für sich entscheiden konnte. In der letzten Runde wurde der in Führung liegende Schober in der Doppel S-Kurve von einem langsameren Teilnehmer leicht behindert, so daß Benczak besser aus dieser Schikane rausbeschleunigen konnte und somit den Sieg mit einem Vorsprung von nur 0.15 Sekunden herausholen konnte.

„Das war das geilste Rennen, das ich gefahren bin“ sagt Schober völlig euporisch und alles andere als enttäuscht nach diesem knappen Verlusst des Rennsieges. Der ständige Zweikampf und das permanent gefordert sein war ganz nach seinem Geschmack. Und noch ein kleiner Trost - die schnellste Runde in dieser Klasse ging mit fast einer Sekunde Vorsprung an Patrick Schober.

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