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shen liu VIVpQ94hf k unsplashNach dem angekündigten Rücktritt Sebastian Vettels regiert das Chaos in der Formel 1 - Alonso steigt in den Aston Martin, Oscar Piastri verweigert Beförderung

Die Ankündigung des deutschen Sympathieträgers Sebastian Vettel, seine Formel 1 Karriere zum Ende dieser Saison zu beenden, hat für Chaos in der prestigeträchtigen Rennserie gesorgt. Da durch diese Bekanntmachung klar wurde, dass das begehrte Cockpit bei Aston Martin in der kommenden Saison zu haben ist, kam das Fahrerkarussell direkt voll in Fahrt. Der vakante Sitz Vettels war nach kurzer Zeit neu besetzt. Zur Überraschung vieler übernimmt Routinier Alonso den Platz des viermaligen Weltmeisters. Wenig später verkündete Alpine, dass der eigene Ersatzfahrer Oscar Piastri den vakanten Platz einnimmt, – allerdings ohne vorherige Konsultation mit ihrem Wunschkandidaten. Als dieser darauf hin auf Social Media verkündete, in der kommenden Saison für seinen aktuellen Arbeitgeber zu fahren, war klar: die Silly Season, wie der Kampf um die raren Formel 1 Cockpits auch gerne genannt wird, ist in vollem Gange.

Wie es genau zu dem Missverständnis zwischen Team und Fahrer gekommen ist, ist nicht ganz klar. Es wird vermutet, dass Alpine erwartete, dass Alonso seinen Vertrag bald verlängern wird und der junge Australier Piastri aufgrund mangelnder Optionen für ein weiteres Jahr als Ersatzfahrer oder GP2 Pilot in den Reihen bleiben werde. Dass der Spanier so schnell und wohl auch ohne Konsultation mit dem aktuellen Arbeitgeber bei Aston Martin unterschreibt, überraschte alle im Team. Bei Alpine fühlte man sich wohl in die Ecke gedrängt und gab bekannt, dass Piastri den Platz Alonsos übernehmen werde. Das Konstrukteursteam wollte seinen Ersatzfahrer mit der Ankündigung unter Druck setzen und in den eigenen Reihen halten – dieser hat allerdings ganz andere Pläne. Oscar Piastria 2020 1Oscar Piastria - hier ein Fotos aus 2020 - verweigert den Aufstieg vom Ersatzfahrer zum Stammpiloten - Foto: OscarPiastri.com

Da der Mann aus Down Under schon diese Saison als Ersatzfahrer geparkt wurde, sah er seine Fälle wohl davonschwimmen. Er soll sich schon seit längeren nach einem alternativen Arbeitgeber umgeschaut haben, der ihm Perspektive für die Zukunft bietet. Insidern zufolge befinden sich Fahrer und Management schon länger in Verhandlungen mit McLaren. Zwar ist das britische Team nicht mit den Topfavoriten der Wettexperten gleichzusetzen, doch bietet die Mannschaft Piastri wohl eine gute Perspektive, um sich in den nächsten Jahren als Stammfahrer in der Formel 1 weiterzuentwickeln. Da Piastri die Ankündigung Alpines auf Social Media dementierte und klarstellte, er werde kommende Saison nicht für die Franzosen fahren, ist er wohl schon mit McLaren einig.

Der potenzielle Arbeitgeber für 2023 hat den neuen Fahrer nur noch nicht verkündet, da offiziell für das kommende Jahr zwei Piloten unter Vertrag stehen. Neben dem jungen Briten Lando Norris hat auch Daniel Riccardo noch ein Arbeitspapier für 2023. Da das Team mit seinen Leistungen nicht zufrieden ist, soll der 33-Jährige allerdings im Winter seinen Platz räumen und mit seinem viel jüngeren Landsmann ersetzt werden.

Es ist schwer einzuschätzen, was genau hinter den Kulissen ablief und wie es zu dem PR-Desaster kommen konnte. Sicher ist nur, dass sich die Fans und Beobachter der Formel 1 auf Kosten von Alpine und Piastri sehr amüsieren. Für die Formel 1 ist die undurchsichtige Geschichte allerdings ein riesen Gewinn. Auch in der Sommerpause beherrscht die prestigeträchtige Rennserie die Schlagzeilen aller Motorsportportale.

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