• Dieter Heubacher war der erste Champion aus Österreich

Die Geburt der heutigen DMV-TCC-Serie vor fast einem viertel Jahrhundert war eigentlich eine ganz logische Entwicklung  jener Jahre. In den 80er Jahren legten die Automobilhersteller immer neue Markenpokale mit einheitlichen Tourenwagen und GT's auf. Die motorsportlich tollen Jahre in denen Hubraumklassen für GT- und Tourenwagen viele Fabrikate vereinten, die warenvorbei. Die Renn-wagen standen da und waren einsatzbereit.  Was fehlte waren passende Rennveranstaltungen und entsprechende  Meisterschaften für diese tollen Geräte. Gerd Hoffmann, zunächst Formel- und später Tourenwagenfahrer aus Saarbrücken machte sich so seine Gedanken und fand eine Lösung. Was vor 22 Jahren in Hockenheim aus der Taufe gehoben wurde, konnte sich auf Anhieb sehen lassen. Eine Serie für klassische Tourenwagen, eingeteilt in Leistungsgewichtsklassen sorgte aus dem Stand für leistungsgerechten Tourenwagenrennsport. Gefahren wurde nur in Hockenheim und gepunktet wurde nach Klassenstärke. "Wer mehr Gegner in der Klasse hatte, der bekam auch minimal mehr Punkte", so Gerd Hoffmann noch heute, 22 Jahre danach. Damit war der Promoter von der Saar der Zeit weit voraus. In der Zwischenzeit hat sich fast alles an die  heutigen Gegebenheiten im Rennsport anpassen müssen. Viele kleine Rennstrecken der Vergangenheit gibt es nicht mehr. Man ist daher nur noch auf Strecken mit Weltgeltung zu Gast.


Dieter Heubacher und Georg Bellof Senior ( Vater von Stefan Bellof ) hier im Meisterjahr von "Heubi" in Spa

Doch zurück zu den Anfängen. "Nach den Jahren in Hockenheim gingen wir in der 4. Saison auch bereits auf einige andere Strecken. Die Fahrer und Teams wünschen sich das so. Der Nürburgring kam nun eben so ins Spiel wie viele Flugplatzrennen oder Zolder (B), Zandvoort (NL) und das Ardennen-Highspeed-Dreieck von Spa (B). "Wir haben von Seiten der ORGA die Teams und Fahrer immer mit in die Planungen einbezogen", so Promoter Hoffmann. Die Fahrzeuge im Feld bildeten seit Mitte der 80er Jahre eine gesunde Mischung aus Tourenwagen und GT's.

Mittlerweile wurde  auch Teams, bestehend aus 2 Fahrern zugelassen. Geteilte Einsätze einer Crew bedeuteten schließlich auch nur halbe Kosten für jeden Fahrer.

Einen Wechsel machte über die Jahrzehnte der Serienname durch. Aus dem Hockenheim-Pokal der Gründerjahre wurde über den Divinol-Cup hin zur heute bekannten und geschätzten DMV-TCC-Serie eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte GT- und Tourenwagen-Sprintserie mit int. Touch. Der Deutsche Motorsport-Verband (DMV) ist mittlerweile Partner und Förderer der Aktivitäten der führenden deutschen Sprintrennserie geworden. Da einzelne Fahrer in einer Saison aus Termin-gründen mit verschiedenen Fahrerpartnern antreten mussten, führte man die Teamwertung in der Meisterschaft ein. Eingeschrieben war ein Team mit einem bestimmten Fahrzeug in einer festgelegten Klasse. Die Fahrer, das konnten im Laufe einer Saison mehrere Piloten sein, trugen ihre Punkte nun als Mannschaft zusammen. Tony Ring aus Schweden auf Ferrari war hier bahnbrechend aktiv. Er fuhr 2008 mit mehren Partner. „Die ORGA unter Gerd Hoffmann erkannte sofort, das wir mit verschiede-nen Sponsoren unseres sehr aufwendigen Programms sowie weiten Anreisen aus Schweden am Saisonende ein ansprechendes Ergebnis zu präsentieren hatten", so der von der Serie begeisterte Schwede Tony Ring. Heute ist die Teamwertung als Basis der Punkttabelle eine allseits geschätzte Lösung in der DMV-TCC-Serie. Teams und  Fahrer aus Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, England, Italien, dem Libanon, Hawaii, der Tschechei, Polen, Österreich, der Schweiz und aus Deutschland gingen an den Start. Darunter durchaus auch ab und an ein Profifahrer. Der erste Titelgewinner aus einem Nachbarland  war 1997 der Österreicher Dieter Heubacher aus Tirol. Der Ex-Damen-Ski-Nationaltrainer fuhr auf einem Audi-Quattro zum Titel. „Übrigens gehen bei uns auch regelmäßig junge Ladys an den Start“, so Promoter Hoffmann. Der nächste berühmte Name steht dabei bereits in den Startlöchern.


Jo Piribauer dient hier als Rampe für den Markenkollegen Herlitschka

Drei Race-Weekends in Most (CZ), Dijon (F) und Hockenheim stehen 2011 noch auf dem Programm. Frank Schreiner (Porsche GT3) führt hauchdünn vor seinem Markenkollegen Jürgen Bender. Spannung pur also. So soll es sein. Das wollen die Fans, die Förderer und natürlich auch die Aktiven.

Wie hoch die Serie eingeschätzt wird zeigen die Nennungen professioneller Teams aus anderen Serien und den Nachbarländern. Eine tolle Sache, so verstand ich die  Beurteilung von Vulkan-Viper-Chef Manfred Sattler aus Deutschland. Und Ex-Champion Pierre von Mentlen (CH) von Novidem-Swissracing powered by Rosberg fügte hinzu, „Es passte für unseren Masters-Audi-R8-LMS in Hockenheim auf den Punkt“.
Text: HTS
Fotos: MMM-Foto

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