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Rossi Yamaha 2020 2Die Yamaha-Piloten kamen bei den Wintertests sehr gut zurecht, Valentino Rossi konnte jedoch nur auf kurze Distanz mithalten, die Long-Runs sorgten für Probleme

 

Rossi ist besorgt, er könnte diese Saison die gleichen Probleme wie letztes Jahr haben 

Nachdem alle Wintertests der MotoGP abgeschlossen sind, freuten sich nun eigentlich alle Beteiligten, dass es bald losgeht. Doch auch die prestigeträchtige Motorradsportklasse wird aktuell vom Ausbruch des Coronavirus überschattet. So sahen sich die Verantwortlichen der Rennserie gezwungen zu handeln und sagten alle für März 2020 geplanten Rennen ab. Diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachgeholt werden. Ob der Start der MotoGP, der aktuell für das erste Aprilwochenende in den USA geplant ist, stattfinden wird, hängt in erster Linie davon ab, wie sich die Corona Epidemie in den nächsten Wochen entwickelt.

Besonders die Yamaha-Piloten sehnen den Saisonauftakt herbei, da sie bei den Wintertests überzeugen konnten. Lediglich Altmeister Valentino Rossi hat Sorgen, dass er auch 2020 nicht mit den Topfahrern im Feld mithalten kann. Bei den Tests vor Saisonbeginn konnte Rossi zwar auf kurze Zeit mit seinen deutlich jüngeren Yamaha-Kollegen mithalten, allerdings gab er zu, große Probleme bei den Long-Runs, die ganze Rennen simulieren sollen, zu haben. Während die drei Yamaha Piloten Vinales, Morbidelli und Quartararo bei den Tests überzeugten und sowohl bei den Qualifikations- und Rennsimulationen eine sehr gute Figur machten, äußerte sich Rossi über seine Ergebnisse unzufrieden. Seine Pace mache ihn Sorgen. Er habe bei den Longruns Probleme mit den Reifen bekommen und es scheint, als müsse er nach einigen Runden vom Gas gehen, um seine Reifen zu schonen. Rossi Yamaha 2020 1Valentino Rossi ist besorgt: Gleiche Probleme wie letztes Jahr ?
Foto: Monster Energy Yamaha


Rossi kämpft schon seit einigen Jahren mit dem hohen Reifenverschleiß auf langer Distanz. Neben seinem aggressiven Fahrstil ist der hohe Verschleiß besonders auf seine Körpermaße zurückzuführen. Der Italiener ist mit einer Körpergröße von 1,81 benachteiligt, da seine Konkurrenten deutlich kleiner und auch leichter sind. So leidet besonders sein Hinterreifen im Vergleich zu den meist deutlich gedrungener gewachsenen Fahrern im Feld der MotoGP. Das Gummi des hinteren Rades wird so schneller abgenutzt und sein Bike verliert deutlich an Grip.

Natürlich hofft die Rennsportlegende darauf, diese Probleme vor dem ersten Rennen in den Griff zu bekommen, doch die Sorgen sind durchaus berechtigt. Er konnte vergangene Saison nur zweimal die Top3 erreichen und beendete 2019 auf einen enttäuschenden siebten Platz in der Gesamtwertung. Dies ist für die Ansprüche des „Doktors“ natürlich viel zu wenig. Als sechsmaliger MotoGP-Weltmeister will der 41-Jährige um Siege Fahren und bis zum Ende ein Wort um den Weltmeistertitel mitreden.

Da sich seine Teamkollegen im Winter deutlich schneller präsentierten und auch die anderen Hersteller der Rennserie hoffen, mit ihren neuen Motorrädern um Siege mitkämpfen zu können, droht ein weiteres enttäuschendes Jahr für Rossi. Erste, aussagekräftige Einschätzungen können allerdings erst nach dem ersten Rennwochenende getätigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass dieses, trotz der Corona Epidemie Anfang April über die Bühne geht.

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