logo noe 19Julian Wagner geht auf der 25,38km Prüfung am Freitag Abend mit 10,6 Sekunden in Führung vor Hermann Neubauer, von seiner Verkühlung ist nichts zu merken.


Wagner schüttelte Viren mit der Bestzeit ab

Trotz Verkühlung startete Julian Wagner mit einer Bestzeit in die Niederösterreich-Rallye, Hermann Neubauer und Maximilian Koch heißen seine Verfolger. In der ORM2WD setzte Lokalmatador Luca Waldherr ein Zeichen. Schade: Jungpilot Julian Martin schon wieder draußen...

Krankheitsviren nehmen keine Rücksicht auf den Terminkalender - so musste Julian Wagner kurz vor der zweiten Ausgabe der Niederösterreich-Rallye eine Verkühlung hinnehmen. Glücklicherweise war am Freitag lediglich der 25,38 Kilometer lange Rundkurs zu absolvieren, mit dem die vor dem malerischen Schloss Pöggstall gestartete Niederösterreich-Rallye am frühen Freitagabend das sportliche Geschehen einläutete...

Julian Wagner war dann auch verkühlt nicht zu schlagen und beendete SP1 exakt 10,6 Sekunden schneller als sein Konkurrent im Kampf um den Staatsmeistertitel, Hermann Neubauer. Wagner erklärte: "Ich habe mich leider am Dienstag verkühlt und bin noch ein bisschen kränklich. Ich war mir vorhin nicht ganz sicher, ob ich meine Leistung abrufen kann - aber das hat gut funktioniert. Ich bin es etwas vorsichtiger angegangen, damit ich schauen kann wie es mit meinem Körper und mit meinem neuen Copiloten Pirmin (Winklhofer) so läuft - doch das lief prächtig: Wir konnten uns von Kilometer zu Kilometer steigern  und einen fehlerlosen Lauf hinlegen. Jetzt schaue ich, dass ich mich für morgen noch weiter auskuriere." julian wagner noe rallye 2019 illmer 114Julian Wagner geht bei der Niederösterreich-Rallye 2019 als Führender in den 2. Tag

Hermann Neubauer hatte allerdings keinen völlig problemlosen Lauf und monierte "ein kleines technisches Problem, das mich dann ein wenig irritiert hatte". Immerhin konnte das Problem hernach im Servicepark gelöst werden, sodass auch Neubauer unbesorgt dem zweiten Tag der NÖ-Rallye entgegenblickt.

Zuletzt war er bei seinen ARC-Einsätzen von Rallye zu Ralllye deutlich schneller geworden - so war es keine groß0e Überraschung, dass sich der Deutsche Maximilian Koch mit 18,6 Sekunden auf Platz drei einreihte, gefolgt von Jozsef Trencsenyi auf Platz vier - diese Platzierung hatte der Ungar bereits im Vorjahr bei der NÖ-Rallye erzielt. Nur wenige Sekunden dahinter landeten Gerald Rigler und Johannes Keferböck auf den Plätzen fünf und sechs. Der Vizestaatsmeister klagte, hinter Franz Sonnleitner festgehangen zu sein - denn an dem von den Fans sehr aufmerksam beobachteten Mitsubishi Lancer WRC fielen schon nach einer der drei Runden die Bremsen aus. Sonnleitner: "Aus Sicherheitsgründen hab ich vor der letzten Runde abgebrochen." Jetzt hofft der nach vier Jahren in den Rallyesport zurückgekehrte frischgebackene WRC-Eigner, dass er die richtigen Bremsen organisieren kann, denn der Verkäufer des WRC habe leider nur die kleine Bremse empfohlen...

In der spannnenden ORM2WD konnte Staatsmeister Luca Waldherr seine Siegansage mit zwölf Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls siegeswilligen Roland Stengg unterstreichen, Tabellenleader Enrico Windisch landete sieben Sekunden dahinter  auf Platz drei der 2WD.

Gleich acht Teams trugen sich auf dem 25 km langen Rundkurs in die Ausfallsliste ein. Besonders dramatisch: Jungpilot Julian Martin, der im Vorjahr zum ersten Mal fuhr und bei der NÖ-Rallye mit schnellen Zeiten aufhorchen ließ, hernach jedoch aus Mangel an Sponsorbudget ein ganzes Jahr lang auf ein neuerliches Antreten zuwarten musste, überbremste laut eigenen Aussagen das Heck und krachte gegen einen Baum. Fazit: Crew unverletzt, Auto zerstört. Zerknirscht meinte Julian: "Das wäre eine sehr schnelle Zeit geworden." Comeback? Nicht mehr in diesem Jahr...

Für die im Bewerb verbliebenen Teams stehen morgen Samstag noch neun Sonderprüfungen auf dem Programm - wie schon der Start wird auch das Ziel vor dem Schloss Pöggstall zelebriert. Das Wetter soll nur am Vormittag ganz leicht regnerisch werden, am Nachmittag zeigt sich die Niederösterreich-Rallye wieder im wärmenden Lichte der Herbstsonne...

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