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181013 P9C 04 MPE 01470Jürgen Bender, erfolgreicher GT-Sportler, muß sich wie viele andere Motorsportler in Geduld üben, seine Callaway Competition Corvette C7 GT3 wartet auf Einsatz

"Geduld ist derzeit angesagt", so eines der erfolgreichsten GT-Asse aus dem süddeutschen Raum. Von Jürgen Bender aus dem schwäbischen  Neckarsulm ist die Rede. Mittlerweile stehen bei dem Diplomingenieur deutlich über 1000 Pokale in den Vitrinen. "Nr. 1000 war einer den ich in der grauen Corvette erkämpfte" so Bender nachdenklich. Ob am Red Bull Ring, in Hockenheim oder am Lausitzring, das blieb im Interview unklar.

Er stellte damit alle anderen motorsportlichen Aktiven in seiner Süddeutschen Heimatregion in den Schatten. "OK", fügt er eher bescheiden im Interview  hinzu, "das sind die Erfolge aus 4 Jahrzehnten im Rennsport. Nach dem Beginn 1978 gab es in der Zeit in der ich meinen Recyclingbetrieb gründete - in den 80er Jahren - eine 10jährige Motorsport-Pause."  Erkämpft hat der Neckarsulmer diese gewaltige Masse an Trophäen und 2 Dutzend Cup- und Meisterschafts-Titel auf Rennwagen der Fabrikate NSU, Porsche und Callaway-Corvette.

Was nach dem Erwerb des Führerscheins in den späten 70er auf einem direkt beim Neckarsulmer Elternhaus entfernt gebauten NSU TTS 1300 begann, wird 2020 nach Ende der unseglichen Corona-Krise weiter gehen. Dann auf einer von Callaway-Competition in Leingarten gebauten GT3 Corvette der Modellreihe C7. Also jenem aktuellen Modell das in der ADAC-GT-Masters auch von Markus Pommer und Ex-Team-Lechner-Ass Jeffrey Schmidt im Kampf um den Titel eingesetzt wird.

Wie bereits angerissen. Alles begann 1978 - oder doch im Kopf, gedanklich sicher schon viel früher? "Natürlich habe ich schon in den Jahren zuvor ganz genau hin geschaut, wann immer ich im elterlichen Betrieb neben einem unserer Mitarbeiter in einem der Fahrzeuge saß."  Armin, ein Kraftfahrer der Firma Bender erinnert sich noch heute gut an Jürgens Satz, "Kann ich nicht mal auf dem Firmenhof ein Stück.... " Er durfte nicht gleich, aber dann später irgendwann einmal. Auch von Vater Hans Bender holte sich Jürgen als Bub schon manchen guten Tip in Sachen "Auto fahren". "Nein, mein Vater war kein Rennsportler", lächelte "Ben", wie ihn alte Freunde nennen.

Den letzten wichtigen Titel gewann Jürgen Bender gegen harte Porsche und AMG-Mitstreiter 2017 mit der Super Tourenwagen Trophy (STT). "Eine harte Nummer bis zum Finale", erinnert er sich gut. Jürgen Bender bei der P9 Challenge auf dem Hockenheimring 2019 - Foto: Michael Perey/Agentur Autosport.atJürgen Bender bei der P9 Challenge auf dem Hockenheimring 2019
Foto: Michael Perey/Agentur Autosport.at

2018 machte die Technik ihm mehrfach einen Strich durch die Bemühungen im Titelkampf. Dafür stellte er aber einen Rekord auf, der nur schwer zu brechen sein dürfte. Jürgen Bender reiste mit seinem Team zum Nürburgring. Dort trat er zu den beiden Finalläufen der STT und der P9-Challenge an. 4 Rennen an einem Tag! Und "Ben" gewann die Rennen alle. Gleich 4 Gesamtsiege, 4 Klassensiege und am Ende in der P9-Challenge wurde auch mit diesem Resultat am Ring noch Divisionsbester der Saison 2018 dazu. 9 Pokale an einem Rennwochenende. 4 Gesamtsiege, 4 Klassensiege und eben der P9-Divisionserfolg.  "Nicht zu glauben. Und dabei war er in der P9 nur sporadisch am Start", Kopfschütteln von Bender selber.

2019 gewann der Unterländer erneut Rennen in der STT und der P9-Challenge. Ein Dreifach-Sieg vor der Haustür in Hockenheim und am Ende der 3. Gesamtrang in der P9-Challenge wurden zum Finale für das Duo Bender/Callaway-Corvette-C6.

Die spannende Frage für die Nahe Zukunft lautet nun - wann wird er mit der neuen C7-Corvette antreten können - und wo? Es handelt sich bei dem in Leingarten neu im Aufbau befindlichen Wagen um das gleiche Modell welches in der ADAC-Masters 2020 eingesetzt wird. Das Duo Pommer/Schmidt fightet um den ADAC-Mastertitel und Bender wird versuchen die P9-Challenge und die STT zum 2. mal zu gewinnen. Alle 3 Fahrer, Benders Team Sportwagenschmiede sowie Callaway-Competition scharren schon kräftig mit den Hufen. Wer die ebenfalls startbereite GT3-C6 Callaway-Corvette fahren wird, das ist noch nicht entschieden.

Es liegt schon etwas zurück. Da standen der Wiener Markus Weege und Jürgen Bender lange in Hockenheim zusammen. Der einstige Divinol-TCC-Divisionssieger aus Österreich wäre sicher nicht der falsche Teampartner für Bender im Team der Sportwagenschmiede.

Um einen Eindruck von der neuen Corvette C7 GT3-R zu bekommen haben wir Marvin Kirchhöfer - in der P9 Challenge zusammen mit Heiko Neumann auf Porsche im Einsatz - gebeten uns den Dampfhammer einmal etwas näher zu erklären. In der ADAC GT Masters hat er mit Corvette schon so Einiges gerissen. Das Video stammt vom ADAC.

 

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