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220730 SOEM6 11 DH 6842clNoch vor dem Start in das Training naß bis auf die Knochen, am Ende des Tages absolute Begeisterung bei allen Teilnehmern über einen Renntag vom Allerfeinsten

Nach einem ereignisreichen Renntag durften sich Andreas Miletich und sein Team vom ASV-Bruck wohlverdient auf die Schultern klopfen lassen, denn obwohl die äußeren Umstände es sicher nicht leicht gemacht haben, brachten er und sein Team vom ASV-Bruck an der Leitha bei der ÖM-Premiere im Driving-Center Pachfurth eine Top-Veranstaltung über die Bühne. Leider ist Covid-19 auch im Jahr 2022 nach wie vor ein Thema und so nahmen trotz mehr als 130 Nennungen „nur“ 114 Fahrerinnen und Fahrer die Herausforderung der neuen Strecke an. Der ein oder andere Pilot ließ sich wohl auch von einer eher negativen Wettervorhersage abschrecken. 220730 SOEM6 01 DH 6269clSlalom-ÖM Pachfurth - erster Trainingslauf auf extrem nasser Strecke
Foto: Dirk Hartung / Agentur Autosport.at

Der Kurs hielt was er versprach und die Wetterbedingungen machten die Sache für die Aktiven noch anspruchsvoller, was vor allem im Training und im ersten Rennlauf für zahlreiche Ausritte und Fehler sorgte. All diese Dinge waren natürlich hervorragende Zutaten für ein spannendes Renngeschehen und brachten auch die eine oder andere Überraschung in der Ergebnisliste. Die Action auf der Strecke wurde von Sprecher Ady Atcy Janacek wie gewohnt hervorragend kommentiert und so wie er trotzten alle Beteiligten, vom Streckenposten bis zu den Fotografen dem Wetter und gaben den ganzen Tag ihr Bestes. Somit war das einstimmige Credo nach der abschließenden Siegerehrung inklusive Flower-Ceremony: „Wir kommen 2023 wieder!“

Anmerkung der Redaktion: Wir waren ja schon im Vorjahr bei der Doppelveranstaltung in Pachfurth als Fotografen live dabei, und von dem äußerst selektiven Kurs sehr beeindruckt. Am Samstag besichtigten wir den uns schon bekannten Kurs im strömenden Regen und waren schon nach den ersten Toren naß bis auf die Knochen. Die Aussicht auf eine Wetterbesserung motivierte uns, und somit die Aussicht auf spektakuläre Fotos. Wir teilten noch vor Trainingsbeginn den Teilnehmern mit daß wir uns ab dem 1. Rennlauf mit unseren Kameras auf die Sprungkuppe konzentrieren würden, die Bedingungen dort vorher wohl noch zu gefährlich wären. Nachdem die Rennstrecke dann gegen Mittag vollständig abgetrocknet war begannen für uns dann endgültig die Fliegerspiele von Pachfurth. Logisch daß auch wir 2023 wiederkommen werden - und ein großer Dank an alle Piloten welche genug Leistung und Mut hatten uns diese Fotos liefern zu können !

220730 SOEM6 01 GU 5157clNicht nur Martich Walcher hatte im Training mit der Strecke zu kämpfen
Foto: Govinda Ullram / Agentur Autosport.at
Nach einem Torfehler im ersten Lauf nur auf dem letzten Rang im Zwischenklassement war Gernot Schauperl unter Zugzwang, konnte sich aber mit Klassenbestzeit im letzten Durchgang doch noch den Sieg in der Klasse  LG1 der Gruppe „Street“ sichern. Rang zwei ging an Florian Hahn vor Alexander Hamiga und Tiffany Sieghartner. Die Klasse LG2 konnte erneut Thomas Zemann für sich entscheiden und gewann 72 Hundertstel vor Karl Heinz Schauperl. Sensationell auf Rang drei fuhr Alexander Nagy im VW Touareg, der im nassen ersten Lauf dank Allradantrieb sogar Bestzeit aufstellte! Raphael Steiner und Gregor Heindl folgten auf den Plätzen vier und fünf. Nach seinen zwei Siegen in Melk musste sich Wolfgang Luttenberger in der Klasse LG3 diesmal hinter Dauergegner Alois Grasmugg mit Rang zwei begnügen. Michael Gärtner sicherte sich einmal mehr den verbliebenen Stockerlplatz vor Erich Hammerler der leider einen Torfehler in die Wertung mitnehmen musste. Nicht weniger als elf Fahrer kämpften um den Sieg in der  Klasse LG4, wobei Ex-Meister Marcus Stanzel nach drei Durchgängen am Ende die Nase vorne hatte. Werner Hinterkerner vor Markus Kienzl, Steve Kainz und Markus Rötzer lautete die weitere Reihung in der am stärksten besetzten Klasse der Gruppe Street. Egal ob bei nassen oder trockenen Bedingungen ließ Markus Huber nie Zweifel aufkommen wie der Sieger in der Klasse LG5 heißen würde. Um die restlichen Stockerlplätze  rauften einmal mehr Thomas Fröhlich und Markus Fallmann wobei diesmal Fröhlich das bessere Ende für sich hatte. Thomas Sprosec sicherte sich Platz vier vor Harry Zwerschina, der sich im Duell um Platz fünf gegen Helmut Kienzl durchsetzen konnte. 220730 SOEM6 07 GU 6042cl3. Platz bim ersten Start in der ÖM für Michael Lang
Foto: Govinda Ullram / Agentur Autosport.at

 
Erfreulich viele Starter waren diesmal in der Klasse „Sport“ bis 1400ccm unterwegs. Am Ende gab es zwar einen weiteren Doppelsieg für Michael und Mario Weingartmann, auf Rang drei folgte aber mit Michael Lang schon ein neues Gesicht. 74 Hundertstel vor Robert Huber holte sich Martin Eilmer Platz vier. Sebastian Huber lächelte als Sieger in der Klasse bis 1600ccm vom obersten Podestplatz. Neben ihm als zweiter und dritter standen Fabian Perwein und Georg Sebastian Hausler am Stockerl. Benjamin Doppelreiter sicherte sich Platz vier vor Maria Perwein, die einen rabenschwarzen Tag erwischte. Martin Walcher konnte sich in der Klasse bis 2000ccm diesmal recht deutlich durchsetzen, um die weiteren Platzierungen ging es wie gewohnt aber um einiges enger zu. Erwin Heidenbauer sicherte sich mit 53 Hundertstel Vorsprung auf Franz Müller Rang zwei, dahinter konnte Christian Ebner Mario Stampfer um 84 Hundertstel auf Rang fünf verweisen. Nach einem Ausflug ins Gelände im ersten Training zeigte Klemens Ollmaier vor allem im Trockenen einen sensationelle Leistung! Mit den gefahrenen Zeiten holte er sich nicht nur überlegen den Sieg in der Klasse über 2000ccm 2WD, sondern durfte als dritter! der Gesamt-ÖM-Wertung auch zur abschließenden „Flower-Ceremony“. Nach dem ersten Lauf sogar auf Rang eins! im Klassement sicherte sich Herbert Fröhlich Platz drei hinter Herbert Sommer. Thomas Krisch und Patrick Ritter folgten auf den Rängen vier und fünf. Dieter Lapusch fügte seiner unglaublichen Siegesserie in der Klasse über 2000ccm 4WD einen weiteren Erfolg hinzu, musste sich aber in der Gesamtwertung  der Gruppe Sport diesmal Ollmaier um 43 Hundertstel geschlagen geben. Zweiter wurde Dietmar Schwab und den letzten Stockerlplatz sicherte sich Philipp Preisinger 19 Hundertstel vor Peter Treybal. Johann Stachl machte die ersten fünf komplett. In der Sammelklasse der Division II ist gegen Alexander Schwaiger weiterhin kein Kraut gewachsen und er konnte den sechsten Sieg im sechsten Rennen feiern. Christian Pogach vergab durch Hut- bzw. Torfehler die Chance auf den Sieg und musste sich so mit Rang zwei vor Christian Zottler und Reinhard Walkner begnügen.   

220730 SOEM6 09 GU 6469clZurück auf dem Podium - Gerhard Nell und Alfred Feldhofer (Foto) zeigten sich erstamls zufrieden mit dem Flug- bzw. Fahrverhalten des neuen Polos
Foto: Govinda Ullram / Agentur Autosport.at
Gerhard Nell und Alfred Feldhofer feierten in der Klasse „Race“ bis 1400ccm einen Doppelsieg nachdem zuletzt wieder intensiv am neuen Auto gearbeitet hatte. Alexander Nagy zeigte auch in der „Race“-Kategorie eine starke Leistung und holte sich seinen ersten ÖM-Podestplatz in dieser Klasse vor Stefan Reininger. Gerhard Kronsteiner konnte sich mit der Winzigkeit von einer! Hundertstel Vorsprung vor dem Tschechen Michal Lupac den Sieg in der Klasse bis 1600ccm sichern. Der drittplatzierte Martin Bauer begrub seine Siegeschancen bei einem heftigen Ausritt im letzten Umlauf, hatte am Ende aber trotzdem nur 22 Hundertstel Rückstand auf den Sieger. Jürgen und Franz Kollmann kommen mit dem Opel Adam immer besser zurecht und holten die Plätze vier und fünf. Freud und Leid für den Veranstalterclub gab es in der Klasse bis 2000ccm. Während sich Patrick Mayer mit zwei perfekten Läufen den Klassen- und ÖM-Gesamtsieg holte, musste Andreas Miletich seinen Scirocco schon im ersten Training wieder mit defekter Antriebswelle abstellen. Das Duell zwischen Georg Schlader und Georg Stix um Rang zwei entschied ein Hutfehler von Stix im zweiten Umlauf zugunsten von Schlader. Platz vier ging an Thomas Kroupa vor Florian Neuherz der im letzten Rennlauf pausieren musste. Karl und Georg Emminger blieben in der Klasse über 2000ccm 2WD endlich einmal von Defekten verschont und holten im Abstand von nur 65 Hundertstel hinter dem weiter stark fahrenden Herbert Perwein die Plätze zwei und drei. Peter Bindberger steigerte sich im letzten Durchgang nochmals deutlich, konnte alle Angriffe von Markus Mauracher parieren und holte sich Rang vier.

Wolfgang und Alexander Masin lieferten sich ein heißes „Vater-Sohn“-Duell um den Sieg in der Klasse über 2000ccm 4WD wobei sich Alexander um 54 Hundertstel gegen seinen Vater durchsetzten konnte. 220730 SOEM6 05 DH 6667clBeste Flugeigentschaften zeigte der Mitsubishi von Wolfgang und Alexander Masin
Foto: Dirk Hartung / Agentur Autosport.at
Sogar noch enger war es in der Sammelklasse der Gruppe Race. Hier konnte Mario Mayr Papa Christian um 31 Hundertstel den Sieg wegschnappen. Im Kampf um den letzten Stockerlplatz hatte Patrick Huemer gegen Erwin Flicker um 27 Hundertstel das bessere Ende für sich. Rang fünf ging an Bruder Hannes Huemer. Schnellster Mann auf dem Parcours war auch diesmaI Rene Aichgruber in der separat ausgeschriebenen Formelklasse. Im letzten Umlauf ließ er seinen TracKing nochmal so richtig fliegen und konnte seine Zeit auf unglaubliche 1:14,68 drücken!    

Die Fahrer der historischen Kategorie lieferten auch in Pachfurth wieder einen Hundertstelkrimi der Sonderklasse! Gerhard Schauppenlehner aus der Klasse bis 1600ccm und Christian Trimmel aus der Klasse bis 2000ccm waren am Ende absolut zeitgleich in der Gesamtwertung. Ex-Meister Markus Mauracher, ebenfalls in der Klasse bis 2000ccm unterwegs war aber am Ende noch um winzige sieben Hundertstel schneller und konnte sich damit den Sieg in der Klasse und den Gesamtsieg der Kategorie Histo sichern. Der Sieg in der  höchsten Hubraumklasse über 2000ccm ging an Alfons Nothdurfter Foto ganz oben rechts), der diesmal seinen Rallye-Sierra aus seinem umfangreichen Fuhrpark holte.   

Die Damenwertung holte sich Petra Ebner vor Tiffany Sieghartner. Auf Platz drei erstmals am Stockerl Subaru-Pilotin Monika Stachl und Rang vier belegte Maria Perwein.

Weiter geht es mit der vorletzten Station der heurigen Saison schon 15.August, wo im Fahrtechnik-Zentrum Teesdorf der siebte Lauf zur ÖM 2022 auf dem Programm steht. Beim traditionellen Polizeimotorsport-Slalom wird Christian Rosner mit seiner Mannschaft vom PSV-Wien als Veranstalter verantwortlich zeichnen und die Fahrerinnen und Fahrer werden auf der längsten und schnellsten Strecke der Meisterschaft sicher alles geben um sich für das Finale eine bestmögliche Ausgangsposition zu verschaffen.

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