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Poker und Motorsport: Auf den ersten Blick scheinen die beiden Bereiche nichts miteinander zu tun zu haben. Beim Motorsport handelt es sich um eine rasante Sportart, in der die Piloten in Rennwagen der höchsten technischen Ausstattung mit Spitzengeschwindigkeiten über die Rennstrecke fliegen. Beim Pokern sitzen Spieler dagegen an einem Spieltisch. Benötigt werden lediglich Spielkarten und Pokerchips. Was verbindet diese Bereiche also? Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von Eigenschaften, die schnelle Autos und Poker gemeinsam haben. Dies ist auch der Grund, warum einige Rennfahrer sowie andere Fans der schnellen Autos sich in ihrer Freizeit gern an das grüne Filz setzen und statt dem Steuer die Karten in die Hand nehmen.

Berühmtheiten, die Poker und Autos lieben
Dass Poker und schnelle Autos oftmals eine gleiche Gruppe an Menschen begeistern, zeigen einige Berühmtheiten, die sowohl die Luxuskarosserien und Spitzengeschwindigkeit als auch den Nervenkitzel am Spieltisch lieben. Der wohl bekannteste Autoliebhaber, der auch am Pokertisch sein Können unter Beweis stellt, ist Ian Flemings Geheimagent 007. Bond, James Bond, ist für seine legendären Autos bekannt. Am meisten setzt sich der Agent in einen schicken Aston Martin und heizt bei den rasanten Verfolgungsjagden hinter den Bösewichten hinterher. Doch wenn er gerade nicht den genialsten Schurken an den Fersen hängt, ist Bond in seinen Filmen auch immer im Casino anzutreffen. Alle möglichen Spiele hat er hier bereits gespielt, in Casino Royale sitzt James Bond, aka Daniel Craig, am Pokertisch. Dort zeigt er seinem Gegner, dass er nicht nur am Steuer und an seiner Waffe, sondern auch am grünen Filz ein gutes Händchen hat. Bei dem mit Spannung geladenen Pokerspiel geht es mindestens genauso hitzig und nervenaufreibend zu wie bei der Autoverfolgungsjagd.

Doch nicht nur fiktionale Charaktere teilen sowohl die Liebe für schnelle Autos als auch für die Karten, denn zahlreiche Motorsportler lassen gern die Karten fliegen, wenn sie nicht gerade über die Rennstrecke heizen. Diverse Formel-1-Piloten sind dafür bekannt, dass sie beim Pokern groß aufzeigen. Allen voran eine Legende, die in seiner Karriere einen Rekord nach dem anderen aufstellte und als einer der besten Größen des Motorsports in die Geschichte einging: Michael Schumacher. Saß er nicht im Rennwagen und hängte seine Gegner ab, war er dafür bekannt, auch gern am Pokertisch sein Können zu zeigen. Der siebenfache Weltmeister spielte zuvor an diversen Turnieren für den guten Zweck mit und gehört zu den besten Pokerspielern des Motorsports. Ein weiterer F1-Pilot, der das Kartenspiel liebt, ist der italienische Giancarlo Fisichella. „Fisi“ saß bereits für unter anderem Renault, Minardi, Benetton und Ferrari am Steuer und sicherte für Renault 2006 den GP-Sieg in Malaysia. Auch er saß abseits der Rennstrecke gern am Pokertisch. Er schaffte es sogar so weit, dass er in ein Pokerteam als Botschafter aufgenommen wurde.

Was Poker und Rennfahren gemeinsam haben
Eindeutig sieht man von daher, dass Poker eine unglaubliche Faszination auf die Motorsportler und Fans der schnellen Autos ausübt. Doch woher kommt das? Wo liegen die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden scheinbar doch so unterschiedlichen Disziplinen? Betrachtet man, was Motorsport und Poker den Fahrern bzw. Spielern abverlangen und die Gefühle und Fähigkeiten, die jeweils benötigt werden, erkennt man diverse Parallelen. An erster Stelle sieht man, dass beide Bereiche dafür sorgen, dass Adrenalin durch das Blut schießt. Beim Motorsport wird dies durch Geschwindigkeit sondergleichen erreicht, mit der die Piloten über die Rennstrecke fahren und Gegner in riskanten Manövern haarscharf überholen. Auch wenn es eventuell weniger auffällig ist, wird auch beim Poker reichlich Adrenalin ausgeschüttet. Wenn man mit seinen Chips beim Poker All-In geht oder einen legendären Bluff hinlegt und hofft, dass es keiner bemerkt, kann der Stresslevel neue Höhen erreichen. Eines ist jedoch in beiden Disziplinen von grundlegender Wichtigkeit: cool bleiben und einen kühlen Kopf bewahren, um kluge Entscheidungen zu treffen. Sonst verbaut man sich sowohl auf der Rennstrecke als auch beim Poker jede Chance auf einen Gewinn.

Dies bringt uns gleich zum nächsten Punkt, der sowohl für Rennfahrer als auch für Pokerspieler wichtig ist: Strategie und Können sind gefragt. Wenn es ein Rennpilot auf das Podium schaffen möchte, braucht er nicht nur herausragende Fahrkünste, sondern auch mentale Stärke sondergleichen und eine ausgefeilte, kluge Strategie. Auf jeder Rennstrecke warten andere Herausforderungen und Eigenschaften, die vor jedem Rennen beachtet und in die eigene Erfolgsstrategie eingearbeitet werden müssen. Wenn der Gegner einem auf den Fersen hängt oder man in der engen Kurve versucht, mit einem riskanten Überholmanöver voranzukommen, muss jede Bewegung und jede Einschätzung der Situation sitzen. Auch wenn es am Pokertisch mit weniger Geschwindigkeit zugeht, wird genau dies auch am grünen Filz benötigt. Poker ist ein Kartenspiel der besonderen Art, das durch den Faktor der Varianz eine besondere Komponente bekommt. Sowohl Glück als auch Können sind beim Poker gefragt, doch nur mit der besten Strategie können Spieler am Pokertisch langfristig gewinnen. Nur wer es schafft, selbst bei einem Tilt sein Pokerface zu bewahren, während man seine Strategie weiterverfolgt, anstatt aufzugeben und zu den falschen Zeitpunkten zu folden oder zu raisen, kann es beim Pokern langfristig zu Erfolg schaffen. Wie auch beim Motorsport ist hier mentale Stärke und Strategie gefragt. poker 3956037 1280 copyViele Fans der schnellen Autos suchen nicht nur auf der Rennstrecke das Adrenalin, sondern auch am Pokertisch. (Foto: Pixabay)
 

Wie Autofans selbst beim Poker einsteigen können
Bei diesen Gemeinsamkeiten ist es kein Wunder, dass viele Motorsportler und Autofans auch fernab des Steuers den Adrenalinkick und die mentale Herausforderung suchen. Wer es liebt, mit Spitzengeschwindigkeit unterwegs zu sein, wird sich häufig auch beim Adrenalinkick am Pokertisch wohlfühlen. Für alle, die sich gern ebenfalls wie Bond, Schumacher und Fisi am beliebten Kartenspiel versuchen möchten, stehen diverse Möglichkeiten und Optionen zur Auswahl. Der Einstieg in das Spiel am grünen Filz könnte heutzutage durch das Angebot von Online-Pokerräumen und zahlreichen Online-Tutorials kaum einfacher sein. Online lassen sich immer Gegner finden, mit denen man eine Runde spielen und sich an den Karten ausprobieren kann.

Die beliebteste und am meisten verbreitete Variante von Poker ist Texas Hold’em. Sie ist es auch, die bei den internationalen Turnieren am großen Finaltisch gespielt wird. Eine weitere verbreitete Variante ist zudem Omaha Poker. In beiden Pokertypen wird mit Gemeinschaftskarten gespielt, die in der Tischmitte liegen. Anders sieht es beispielsweise beim Stud Poker oder beim 5-Card Draw Poker aus, wo keine Gemeinschaftskarten eingesetzt werden. Alle Varianten haben allerdings ähnliche Grundzüge und können schnell gelernt werden – allerdings benötigt es in allen Spieltypen viel Übung, um das Spiel zu meistern. Zuletzt kann man auch die Pokervarianten im Casino spielen. Beispielsweise Caribbean Stud Poker oder Ultimate Texas Hold’em Poker, wo Spieler gegen den Dealer antreten und nicht gegen andere Spieler. Hier hat jeder andere Vorlieben, sodass es immer eine gute Idee ist, verschiedene Varianten auszuprobieren, um herauszufinden, welche einem am meisten Spaß macht. So kann man dann auch selbst bald erfahren, wie die Liebe zu schnellen Autos und zum Kartenspiel zusammenpassen.

Selbst wenn es am ersten Blick nicht so ausschaut, gibt es zahlreiche Parallelen zwischen Poker und schnellen Autos, die immer mehr Menschen in beiden Bereichen in ihren Bann ziehen. Adrenalin, Geschick und Strategie sind gefragt und machen sowohl das Kartenspiel als auch den Motorsport so ausgesprochen besonders.

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